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Die Gutsfrau Elisabet Boehm legte vor mehr als 100 Jahren in Rastenburg in Ostpreußen die Grundlage für die Landfrauenbewegung in Deutschland. Sie gründete 1898 den ersten Landwirtschaftlichen Hausfrauenverein. Wichtige Ziele waren damals die Aus- und Weiterbildung von Frauen sowie die Errichtung von Ver- kaufsstellen, in denen die Bäuerinnen ihre Erzeugnisse vermarkten konnten. Damit reichte sie gleichzeitig eine verbesserte Versorgung der Stadtbevölkerung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln. Elisabet Boehm wollte die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Frauen auf dem Lande verbessern. Das ist auch heute, über 100 Jahre später, die wichtigste Aufgabe des Deutschen Landfrauenverbandes. Seit der Gründung des DLV 1948 richtet sich die Landfrauenarbeit ausdrücklich an alle Frauen im ländlichen Raum. Der Verband vertritt seitdem sowohl die Berufsständischen Interessen der Bäuerinnen als auch die Interessen aller auf dem Lande lebenden Frauen.
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1990 erfolgte die Gründung eigener Landesverbände in den neuen Bundesländern.
Am 19.10.1991 wurde der Thüringer Landfrauenverband e.V. gegründet. Der Thüringer Landfrauenverband ist mit seinen ca. 3960 Mitgliedern, der stärkste Landfrauenverband in den neuen Bundesländern.
Heute gliedert sich der Deutsche LandFrauenverband in 22 Landesverbände mit mehr als 430 Kreis- und Bezirksvereinen und über 12000 Ortsvereinen.
Der Deutsche Landfrauenverband e.V. (dlv) vertritt die Interessen aller Frauen im ländlichen Raum. Mit rund 550000 Einzelmitgliedern ist der Deutsche Landfrauenverband e.V. der größte Frauenverband im ländlichen Raum.
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